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Tavolata Erlenbach 22. Juni 2019

2019-06-15
AutorIn: — / Bilder: — / S250

Besuchen Sie uns an der TAVOLATA in Erlenbach,
Samstag, 22. Juni 2019, 18 bis 01 Uhr / www.hge.ch

Ihr Schreiner am Zürichsee seit 70 Jahren

Grüezi Herrliberg am 2018-04-20
AutorIn: GEMI / Bilder: GEMI / S260

Im späten Frühjahr 1948 wurde im damaligen Restaurant Post in Erlenbach die Genossenschaft für Möbel und Innenausbau (GEMI) gegründet.

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Als vor 70 Jahren die GEMI gegründet wurde, ahnte wohl noch niemand, dass sich aus den damaligen bescheidenen Anfängen eine solide Handwerksfirma entwickeln würde.

1948 geriet die an der Mariahaldenstrasse 1 gelegene Firma Stenz in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Um die Arbeitsplätze erhalten zu können, beschlossen einige ehemalige Mitarbeiter eine Produktiv-Genossenschaft zu gründen, was in dieser Zeitepoche häufig vorkam.

Trotz harzigem Start, gelang es, die Schreinerei einigermassen rentabel zu betreiben. Hochs und Tiefs wechselten sich ab und begleiten die Firma bis heute.

Dank ständiger Rationalisierung der Betriebsabläufe und dem Erkennen der Marktsituationen, ist es unserer Schreinerei gelungen, immer wieder positive Jahresabschlüsse zu erzielen. Dies ermöglichte es uns, die Gebäude zu erneuern und attraktiver zu gestalten.

Mit der Einführung einer gesteuerten Maschine, verbunden mit CAD (zeichnen mit EDV), eröffnen sich neue Möglichkeiten, da die GEMI nun in der Lage ist, beinahe alle benötigten Werkstücke selber herzustellen.

Der Name GEMI soll auch in Zukunft für einwandfreie Produkte und erstklassige Dienstleitungen bürgen. Der Wunsch der Kunden nach Dienstleistungen aus einer Hand und das von uns selbst gesteckte Ziel, hier einen maximalen Erfüllungsgrad zu erreichen, wird für uns weiterhin eine Herausforderung bleiben, an der wir täglich arbeiten. Nun ist es an uns – Geschäftsführung und Mitarbeiter – gemeinsam das vorhandene Fundament zu festigen, um unseren Kunden stets ein kompetenter Partner zu sein und ein kontinuierliches Wachstum im Sinne des Unternehmens zu gewährleisten.

Lernende im Interview

Grüezi Herrliberg am 2017-04-27
AutorIn: – / Bilder: GEMI / S265

Vielfältiger Beruf, Möbelschreiner EFZ
Cyrille Perreten im Interview

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Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Für mich standen die Berufe Automechaniker und Schreiner schon immer im Vordergrund. Nachdem ich das erste Mal als Schreiner schnuppern war, war mir klar, dass ich meinen Lehrberuf gefunden habe. Das Arbeiten mit Holz bereitet mir Freude, da ich am Abend sehe, wofür ich den ganzen Tag gearbeitet habe.

Wer oder was hat Sie bei Ihrer Berufswahl am meisten beeinflusst?
Mein Umfeld. Ich kenne mehrere Personen, welche im Holzhandwerk tätig sind. In meinen Mittelstufenjahren durfte ich oftmals zu ihnen in die Werkstatt gehen, um für mich eine Arbeit zu werken oder auch um ihnen zu helfen.

Wissen Sie bereits, wie es nach der Lehre im Berufsleben weitergeht? Welche beruflichen Ziele
haben Sie?
Konkrete Ziele habe ich (noch) keine. Da der Schreinerberuf sehr vielfältig ist, gibt es auch dementsprechend viele Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten. Was mich sehr interessiert, ist das Arbeiten an der CNC-Maschine. Eine Maschine, welche nachdem man sie programmiert hat, fast alle Bearbeitungen an einem Holzstück vollautomatisch übernehmen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich eine Weiterbildung in diese Richtung machen werde.

Individuelles Werkstück als Lehrabschlussprüfung
Im vierten Lehrjahr ist Endspurt angesagt. Doch bis zur Lehrabschlussfeier muss ich noch einige Prüfungen machen. Die Individuelle Praktische Arbeit, kurz IPA, ist eine dieser Prüfungen. An dieser bin ich momentan dran. Bei dieser Prüfung muss ich und jeder
andere Schreiner-Lehrling ein individuelles Werkstück planen und herstellen. Ich habe mich für einen Nischenausbau mit Kleiderschrank entschieden, welcher Schrankfronten aus Palisander hat. Obwohl ich
die Prüfung in meinem Geschäft machen kann, ist es nicht dasselbe, wie wenn ich einen Kundenauftrag auszuführen habe. Jeden Arbeitsschritt musste ich genau planen, um nicht durch Denkfehler wertvolle Zeit
zu verlieren. Doch jetzt am Ende der Arbeit, kann ich aufatmen und sagen, dass es mir Spass gemacht hat und es nochmals eine völlig neue Herausforderung war, ein solches Möbel ohne grosse Fremdhilfe zu produzieren. zVg

Podium Berufswahl GSEH

Dorfbott am 2016-04-11
AutorIn: Tina Bösch und Jasmin Gerteis / Bilder: — / S270

Am 11. Februar fand im Schulhaus Breiti in Herrliberg ein «Austausch- und Informationsabend für Eltern» zum Thema Berufswahl statt. Der Anlass wurde von der Gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach Herrliberg (GSEH) durchgeführt und stiess bei Eltern und Erziehungsberechtigten auf grosses Interesse. Zwei Schülerinnen berichten über dieses wichtige Podiumsgespräch.

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Die Entscheidung, einen Beruf zu wählen, ist keine einfache Aufgabe. Viele Jugendliche schrecken zum Beispiel vor einer Berufslehre
zurück und wollen ins Gymnasium, um ja nicht den falschen Beruf zu wählen. Was soll ich nach der Schule machen? Diese Frage muss
sich jeder junge Mensch einmal stellen, und sie alle sind dabei auf die Hilfe ihrer Eltern und Lehrpersonen angewiesen. Deshalb unterstützt die Gemeinsame Sekundarschule (GSEH) im Rahmen ihres Bildungsangebotes nicht nur die Jugendlichen, sondern auch deren Erziehungsberechtigte. Zum Beispiel durch die Organisation eines Berufswahlpodiums, das alle zwei Jahre in der Aula des Schulhauses
Breiti in Herrliberg stattfindet und das Schulleiter Florian Brodbeck und Stephan Barandun, Standortleiter der 3. Sek, gemeinsam moderieren.

An der Diskussion beteiligen sich nicht nur Lehrkräfte, sondern auch ehemalige und aktuelle Lernende der GSEH sowie Personen aus dem Gewerbe. Das Gewerbe wurde dieses Jahr durch die Ausbildungsverantwortlichen der Metzgerei Lehmann, der Schreinerei Gemi und der Gemeinde Herrliberg (KV) vertreten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Anschlusslösungen nach der Schule. Den Lehrkräften ist es wichtig, dass die Eltern wissen, welche Optionen ihren Kindern offen stehen.

Die GSEH hat darauf geachtet, Lernende mit verschieden Berufswegen einzuladen: Berufslehre mit begleitender oder anschliessender Berufsmaturität, gymnasiale Wege, Fachhochschule und Studium. So konnten die Erziehungsberechtigten vielfältige Fragen stellen.

Zu Beginn des Anlasses wurde das schweizerische duale Bildungssystem für die Erwachsenen erläutert. Danach stellten sich die Berufsleute
auf dem Podium kurz vor und erzählten von ihren unterschiedlichen Berufswegen. Die Eltern konnten nun Fragen stellen, welche
dann eine Person, die den jeweiligen Weg gewählt hat, beantworten konnte. Zu Anfang getraute sich niemand so richtig, Fragen zu
stellen. Doch als das Eis gebrochen war und die erste Frage gestellt wurde, kam es immer besser ins Rollen. Das stärkste Interesse galt
der BMS und dem Bewerbungsprozess. Zum Beispiel wurde gefragt, ob es möglich ist, neben der BMS auch noch Hobbys auszuüben. Diese
Frage konnten uns mehrere ehemalige Schüler beantworten. Von den Lehrmeisterinnen und Lehrmeistern hörte man unterschiedliche Ansichten zum Bewerbungsprozess. Alle legten Wert auf die Persönlichkeit und nicht nur auf die Schulnoten. Im Anschluss an die
interessante Fragerunde bot ein köstlicher Apéro weitere Gesprächsmöglichkeiten für die Anwesenden.

Das Berufswahlpodium der GSEH ist ein sehr wertvolles Angebot. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen
und Informationen aus erster Hand zu erhalten – von den Lernenden selbst.

Tina Bösch und Jasmin Gerteis,
Schülerinnen der 3. Sek GSEH

Boulderer habens im Griff

Zürichsee-Zeitung am 2015-05-12
AutorIn: Alexandra Falcón / Bilder: Reto Schneider / S280

ERLENBACH Die Gemeinsame Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg hat in einer Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern und einer Schreinerei einen Boulderraum errichtet. Am Sonntag wurde der künstliche Fels in der Sporthalle Allmendli durch eifrige Kletterer eingeweiht.

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Die vor 15 Jahren in der Sporthalle Allmendli eingebaute Kletterwand erfreut sich bei Schülern aller Altersstufen stetig wachsender Beliebtheit. Doch sie bringt auch Nachteile mit sich: So können die Schüler nur unter Aufsicht einer Lehrperson an der Wand klettern. Ab einer bestimmten Höhe bedarf es zudem der Seilsicherung kommt hinzu, dass die Wand nicht genügend Platz bietet, um eine ganze Klasse im Sportunterricht trainieren zu lassen. Daher stiess eine Petition kraxelbegeisterter Jugendlicher für eine zusätzliche Boulderanlage bei den Sportlehrern der Gseh auf offene Ohren. Und seitens der Gemeinde war Gemeinderätin und Liegenschaftenvorständin Nicole Lauener (CVP) die treibende Kraft hinter der Petition, die beim dritten Anlauf durch kam.

Durch die Horizontale
Bouldern ist ungesichertes Klettern in Absprunghöhe, wobei der Kletterer nicht nur in die Höhe strebt, sondern sich auch durch die Horizontale hangelt. Was nur schon beim Zuschauen ein rechtes Spektakel ist. Nach kurzer Anleitung können sich Kinder und Jugendliche mühelos selbstständig im Klettern üben. Mehr als ein, zwei Meter Sturz auf dicke Elefantenmatten oder ein paar Blasen an den Händen kann nicht passieren.

Die Ferien geopfert
Nach der Konzeptualisierung ging alles Schlag auf Schlag. Nicht nur die Erlenbacher Schreinerei Gemi leistete ganze Arbeit. Auch fünf Schüler der Oberstufe opferten eine Woche ihrer Frühlingsferien, um beim Aufbau tatkräftig mitzuhelfen: Griffe auspacken, sortieren und die Anlage zum Schluss selber testen. Innerhalb von nur einer Woche stand alles bereit im zweckerweiterten Geräteraum der Sporthalle. «Der Platz ist aber nicht verloren», sagte Schulleiter Florian Brodbeck, «Er wird jetzt nur viel besser genutzt.» Daran bestand am letzten Sonntag kein Zweifel. «Die ersten Schüler warteten schon vor der Eröffnung ungeduldig vor der Türe und waren danach kaum noch zu bremsen», freute sich Sekundarlehrer und Boulderfan Kurt von Wantoch über den Erfolg. Zwischen 14 und 18 Uhr versuchten sich 40 Kinder und Jugendliche im Bouldern. Für die Kids stand der Spass an der neuen Herausforderung im Zentrum: «Einfach geil», sagte ein Mädchen. Griffe der gleichen Farbe bilden einen Parcours. Die Farbe zeigt darüber hinaus den Schwierigkeitsgrad und die dafür empfohlene Alterskategorie an. Am Eröffnungswettkampf galt es, möglichst viele Parcours zu absolvieren. Auch die ganz kleinen Kletterer waren bald voller Konzentration bei der Sache, die sie höchstens für ein «Mami, Papi, schaut mal, ich bin schon hier oben» unterbrachen. Der 14­jährige Erlenbacher Tim Hügli war nach dem mehrfachen Durchlaufen aller Parcours nicht einmal durch offene Schwielen zu halten: «Dafür gibts ja Tapes», sagte er.

www.schule-erlenbach.ch

Alexandra Falcón

SCHREINEREI ALS GENOSSENSCHAFT

Schreinerzeitung am 2014-11-27
AutorIn: FM / Bilder: div. / S283

Nur wenige Schreinereien sind in der Schweiz als Genossenschaften organisiert. Dabei hat die Rechtsform durchaus ihre Vorteile, wenn in einem Unternehmen nicht allein der Profit im Vordergrund stehen soll.

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Die Unruhen in den 80er-Jahren rund um die Reithalle in Bern waren nicht direkt der Auslöser für die Gründung der Genossenschaft Manus. Doch die zehn Initianten engagierten sich damals aktiv in der alternativen Szene von Bern. Aus dieser Bewegung heraus entstand die Idee, eine Kollektivgesellschaft zu gründen, die sich auf Schreinerei- und Bauarbeiten spezialisiert. Die Kollektivgesellschaft wurde später in eine Genossenschaft umgewandelt. Von den einstigen Gesellschaftern sind heute nur noch einzelne mit dabei, wie Walter Hollenstein, einer der Geschäftsführer, sagt. Die 12 Mitarbeitenden sind allesamt Genossenschafter mit Anteilschein und Stimmrecht an der Genossenschaftsversammlung, dem obersten Organ des Unternehmens. «Wir halten die Hierarchien bewusst flach. Die Geschäftsführung besitzt zwar gewisse Entscheidungsbefugnisse, doch schwerwiegende Beschlüsse müssen durch die Genossenschaftsversammlung getroffen werden», sagt Hollenstein. Trotzdem sei der Betrieb in der Lage, bei Bedarf schnell zu entscheiden. Ein weiteres Merkmal von Manus sei der geringe Unterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn: Die Chefs verdienen nur wenig mehr als die Angestellten. Aufgrund des politischen Hintergrunds der Genossenschaft werden zudem die Sozialleistungen hoch gehalten. Manus finanziert seinen Mitarbeitern beispielsweise einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub und doppelt die kantonalen Kinderzulagen auf.

Für Hollenstein bringt die Rechtsform der Genossenschaft den Vorteil, dass sich die Mitarbeiter stark mit dem Betrieb identifizieren. Das fördere die Solidarität untereinander, aber auch die Arbeitseinstellung und die Motivation. Als Nachteil der Genossenschaft nennt er beispielsweise den Umstand, dass der Betrieb – bei schlechter Auftragslage – aus rechtlichen Gründen keine Kurzarbeit einführen könnte.

Nachdem die Schreinerei laut Hollenstein anfänglich vor allem Kunden aus dem politisch linken Spektrum beliefert hatte, arbeitet das Manus-Team heute für Kunden aus allen Gesellschaftsschichten. «Wir haben uns schon von Beginn an die Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. Das ist unter anderem ein Grund, warum sich heute auch Kunden aus anderen Gesellschaftsschichten für uns entscheiden.»

Die geteilte Verantwortung

Laut Lukas Iseli, Dozent für Wirtschaftsrecht an der Höheren Fachschule Bürgenstock, gibt es vor allem in Städten Schreinereien, die genossenschaftlich organisiert sind. «Diese Betriebe sind nicht in erster Linie gewinnorientiert, sondern handeln nach partizipativen Interessen.» Das lasse darauf schliessen, dass es sich um ein Gesellschaftsmodell von Personen handle, die in der Tendenz wohl eher dem linken politischen Spektrum zuzuordnen sind. Im Zentrum stünden Grundsätze wie die Selbst-hilfe, die ‹saubere› Herkunft des Holzes, der Umweltschutz, ganzheitliche Produktionsabläufe, ein hoher Qualitätsanspruch und soziale Faktoren. «Die Genossenschaften kennen keine Lohnexzesse und müssen – im Gegensatz etwa zu einer Aktiengesellschaft – keine externen Investoren gewinnen, um ihre Visionen zu verwirklichen, die dann als Shareholder ‹belohnt› werden wollen.»
In einer Genossenschaft haben alle Mitglieder eine Stimme und tragen damit solidarisch die Verantwortung für den Betrieb. Diese kann laut Iseli im Extremfall den Genossenschaftern auch zum Nachteil gereichen. Eine Genossenschaft könne sich nicht in gleichem Masse wie zum Beispiel eine Aktiengesellschaft am Kapitalmarkt mit Geld eindecken. Dafür bleibe aber der Betrieb unabhängig.

Mitarbeiter retten «ihre» Schreinerei

Die Rechtsform der Genossenschaft ist nicht nur etwas für Kleinbetriebe. Mit der Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen (GLB) in Langnau im Emmental ist auch eine der 40 grössten Schreinereien des Landes als Genossenschaft organisiert.

Deutlich kleiner ist andererseits die Schreinergenossenschaft Gemi in Erlenbach am Zürichsee. Sie wurde 1948 gegründet. «Weil die Vorgängerfirma aus finanziellen Gründen nicht mehr weitergeführt werden konnte, gründeten die betroffenen Mitarbeiter damals mit Unterstützung des Bau- und Holzarbeiterverbandes eine Genossenschaft. So war die Belegschaft in der Lage, die Liegenschaft der Schreinerei zu erwerben», erzählt der heutige Gemi-Geschäftsführer Michael Pieper. Weil die Genossenschaft schon bald Gewinn erwirtschaftete, konnte in den 60er-Jahren das vorgeschossene Kapital der Gewerkschaft zurückbezahlt werden. Heute zählt die Genossenschaft 15 Mitarbeiter und 35 Genossenschafter. Genossenschafter seien 11 der Angestellten, obwohl das nicht Bedingung für eine Anstellung sei, sagt Pieper. «Viele langjährige und auch ehemalige Angestellte besitzen bei uns Anteilscheine.»

Sogar Kunden an der Goldküste

Obwohl Gemi als Genossenschaft organisiert ist, muss der Betrieb marktwirtschaftlich arbeiten und wettbewerbsfähig sein. Ein allfälliger Gewinn wird leistungsbezogen an die Mitarbeiter verteilt. Die Genossenschaftsanteile werden verzinst. Grossen Wert legt Gemi auch auf gute Sozialleistungen, die meist über jenen des Gesamtarbeitsvertrages liegen.

«Dank der Organisationsform als Genossenschaft besteht sicher eine engere Bindung zwischen den Mitarbeitern und dem Betrieb. Trotzdem kann es zu Wechseln kommen. Da darf die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft kein Hinderungsgrund sein», sagt Pieper. Als Geschäftsführer setzt er auf flache Hierarchien. Zudem sind ihm schnelle Entscheidungsprozesse wichtig. Das sei auch bei der Anschaffung von Fahrzeugen oder Maschinen nötig. Erst bei grösseren Projekten hat die Genossenschaftsversammlung das letzte Wort. Obwohl als Genossenschaft organisiert, beliefert die Schreinerei an der Zürcher Goldküste Kunden aus dem ganzen politischen Spektrum. «Trotz des vielleicht etwas verstaubten Bildes von Genossenschaften haben wir uns bei Privatkunden, Banken und anderen Unternehmen gut positioniert», sagt Pieper.

Vertrauensbildende Wirkung

Gelten Genossenschaften wirklich als verstaubt? Nicht unbedingt, findet Lukas Iseli von der Höheren Fachschule Bürgenstock. Eine Genossenschaft wirke nach aussen in der Regel vertrauensbildend, weil ihre Mitglieder solidarisch haftbar sind. «Genossenschaften sprechen meist keine Ikea-Kunden an, sondern Auftraggeber, die wissen wollen, woher ihre Möbel und Inneneinrichtungen kommen. Sie legen Wert auf Holz aus der Region und auf Mitarbeiter, die fair behandelt werden.» Der Dozent für Wirtschaftsrecht ist überzeugt, dass sich die Genossenschaft als Gesellschaftsform auch in Zukunft behaupten wird. «Sie deckt eine Nische ab, die vor allem für kleinere Betriebe interessant ist. Eine starke Zunahme an Genossenschaften erwarte ich allerdings nicht, auch wenn die EU künftig Genossenschaften bewusst fördern will.»

www.manusbern.ch
www.glb.ch
www.gemi.ch
www.hfb.ch

Dienstjubiläum, 25 Jahre Iwan Keller

– am 2014-08-21
AutorIn: – / Bilder: GEMI / S285

In den letzten Tagen konnte der langjährige GEMI-Mitarbeiter,
Iwan Keller sein 25 – jähriges Dienstjubiläum feiern.

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1989 hat er seine 4 Jährige Lehre als Möbelschreiner in der GEMI angefangen und dann auch erfolgreich abgeschlossen. Nur für 3 Monate RS blieb er der GEMI für eine längere Zeit fern. Nach der RS setzte er seine geschickten Hände vor allem in der Werkstatt ein und war für die Fertigstellung der Möbel und Einbauten zuständig.
Schon bald kam aber zum Vorschein, dass Herr Keller vielseitig begabt ist, und dadurch überall eingesetzt werden kann. Viele knifflige Probleme wurden Ihm anvertraut, im Wissen das er diese für unsere Firma löst.
Später bildete Herr Keller sich noch zum Maschinisten aus. Seither sorgt er sich umsichtig um unseren Maschinenpark.
Die hilfsbereite und zuverlässige Arbeitsweise von Herr Keller wissen Kunden und Mitarbeiter sehr zu schätzen.

Diese 25 Jahre Iwan Keller haben wir mit einem Betriebsausflug gebührend gefeiert.

Die ganze Belegschaft hat einen Beschläge Lieferanten im Vorarlberg besucht und ist dann weiter auf den Karrenberg bei Dornbirn.
Dort sind wir bei einem hervorragendem Mittagessen mit einmaliger Panorama Aussicht verwöhnt worden. Anschliessend machten wir eine kleine Wanderung durch eine Schlucht und wurden mit einem Dessert belohnt.

Mit einem kleinen Präsent und einer Treueprämie wurde der grosse Einsatz für die GEMI gewürdigt.

Die GEMI-Mitarbeiter und die Geschäftsleitung danken Iwan Keller für seine langjährige Treue und seine vielfältige Arbeit.

Dem treuen Mitarbeiter wünschen wir für die Zukunft alles Gute.

Die Schreinerei am Zürichsee mit einer langjährigen Tradition

Küsnachter – Publireportage am 2014-08-21
AutorIn: Béatrice Christen / Bilder: GEMI / S290

Die Schreinerei GEMI hat eine lange Tradition, sie wurde im Jahr 1948 gegründet. Seither ist sie Ansprechpartner, wenn es um Schreinerarbeiten im grossen Stil und individuelle Kundenwünsche geht.

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Die Genosssenschaft Möbel und Innenausbau in Erlenbach – kurz GEMI genannt übernimmt Schreinerarbeiten aller Art. Michael Pieper hält das Zepter in der Schreinerei am Zürichsee fest in der Hand. Er ist Ansprechpartner für die Kundschaft und wird unterstützt von einem Team von Fachleuten. Michael Pieper betont: «Bei der GEMI arbeiten vorwiegend langjährige Mitarbeiter. Diese sind im Sinn des Genossenschaftskonzepts am Unternehmen beteiligt. Insgesamt 15 Mitarbeitende, darunter auch Lehrlinge,  sind in der Werkstatt oder im Büro tätig. Pieper fährt fort:  «Wir bürgen für die Qualität der ausgeführten Schreinerarbeiten».

Individuelle Lösungen

Wer nach Mass geschneiderte Lösungen sucht, ist bei der GEMI Erlenbach an der richtigen Adresse. Das GEMI-Team ist kompetenter Partner bei Einrichtungsfragen. Je nach Vorstellung des Kunden werden Lösungsvorschläge für Küchen, Badezimmer,  Schränke, Türen, ganze Wohnungs- oder Büroeinrichtungen gesucht und vorgestellt. Aber bei der GEMI entstehen nicht nur Einrichtungen aus Holz. Längst wird hier auch der Umgang mit Holzimitationen gepflegt. «Diese sehen täuschend echt aus, so dass selbst Fachleute sie nicht von Holz unterscheiden können» betont Michael Pieper. Im Zentrum steht die persönliche Beratung. Diese findet im Ausstellungsraum der GEMI oder im Heim des Kunden statt. «Wir übernehmen auch kleine Aufträge», erklärt Pieper. «Wer ein Möbelstück reparieren oder restaurieren lassen möchte, ist bei uns ebenfalls an der rechten Adresse. Zu unseren Stärken gehört auch die Anfertigung von einzelnen Möbelstücken wie zum Beispiel einem Tisch oder einem Schreibpult» schliesst der Geschäftsführer der GEMI Erlenbach. (ch.)

Ein „Beizer“ wird 65 jährig

– am 2014-06-30
AutorIn: – / Bilder: GEMI / S294

Gemeint ist aber nicht ein Gastronom, sondern ein Oberflächenspezialist, der unter anderem Holz beizt, um diesem ein edleres Aussehen zu geben. Eine uralte Handwerkskunst, welche das Natur Produkt in seiner wahren Schönheit erstrahlen lässt. Ende Juni wird unser GEMI-Mitarbeiter Hansruedi Menzi 65 Jahre alt.

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Am 4. August 1997, also vor 17 Jahren ist er in unser Geschäft eingetreten. Damals wurde eine Stelle in der Fertigmacherei frei. Die Spritzkabine mit Absaugung wurde kurz davor fertiggestellt. Hansruedi Menzi übernahm also die Verantwortung für unsere selbstgemachten Lackoberflächen. Ein komplett neues Gebiet, auf dem unsere Schreinerei keinerlei Erfahrung sammeln konnte. Hansruedi Menzi hat für unsere Firma die Oberflächenabteilung aufgebaut und zu einer hochwertigen Qualität entwickelt. Diverse Arbeiten verliessen seither unsere Produktionsstätte mit dem Finish „Menzi“. Die Oberflächen Palette reicht von einfachen Lacken zu 2-komponenten Lacken, Beizen, Lasuren, Aussenprodukte matt und glänzend, bis zu diversen Oelen und naturfarben. Dass jedes Produkt anders bearbeitet werden muss, versteht sich von selbst, das Verständnis der verschiedenen Chemikalien und dessen Wirkungen will gelernt sein. Daneben hat Hansruedi Menzi diverse Schreinerarbeiten ausgeführt. Unzählige Schubladen, Türli, Schränke, Türen, Tische und was sonst noch aus Schreinerhand entstehen kann, sind auf seiner Hobelbank gefertigt worden.

Als kleine Erinnerung wurde in Brienz eine Skulptur aus Lindenholz geschnitzt, welche anlässlich einer kleinen Feier dem Jubilar übergeben wurde. Die GEMI möchte Hansruedi Menzi zu seinem Beitrag der Qualitätssteigerung in unserem Betrieb herzlich danken, der „hölzerne Oberflächenspezialist“ soll ihn stets daran erinnern.
Wir wünschen unserem Pensionär, dass die neue Lebensphase ausgefüllt sein wird mit genussreichen Momenten, mit mehr Zeit für sich und seiner Partnerin, mit gemeinsamen Wanderungen und anderen Erlebnissen, welche den Ruhestand so reizvoll machen. Es erwarten ihn bestimmt viele schöne Stunden, wozu wir von der GEMI natürlich alles Gute und beste Gesundheit wünschen. Wir danken dir Hansruedi für die gemeinsamen Jahre in der GEMI.

Jubiläum in der Schreinerei GEMI

– am 2013-12-01
AutorIn: – / Bilder: – / S295

30 Jahre Roman Cordes
Im Dezember 2013 konnte der langjährige GEMI-Mitarbeiter, Roman Cordes sein 30 – jähriges Dienstjubiläum feiern.

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1973 begann er seine Lehre in der GEMI, welche er natürlich auch erfolgreich abgeschlossen hatte. Am 1. Dezember 1983 wurde Roman Cordes dann als Bankschreiner fest angestellt, nachdem er zuvor einige Jahre in einem anderen Betrieb weitere Erfahrungen gesammelt hat. Sowohl dank seiner fachlichen als auch seiner sozialen Kompetenz wurden ihm bald immer mehr Aufgaben im Betrieb anvertraut. Sei es bei der Lehrlingsbetreuung, dem Kauf von Maschinen und Fahrzeugen oder bei den diversen Umbauten in der GEMI, in all diesen Bereichen kann man sich bis heute stets hundertprozentig auf Roman verlassen. Nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die zahlreiche Kunden schätzen ihn sehr. So erstaunt es auch nicht, dass Roman Cordes bald in den Vorstand gewählt wurde und seit 2004 sogar der Präsident der Genossenschaft ist.
Sein 30-jähriges Jubiläum haben wir mit einem Betriebsausflug gebührend gefeiert. Müller-Reisen Erlenbach hat die GEMI nach Bilten chauffiert, wo wir unseren Naturstein-Lieferanten besichtigten. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie andere Betriebe organisiert sind und verschiedene Materialien verarbeitet werden. Oft hat man nicht die Gelegenheit, anderen KMU‘s über die Schultern zu schauen. Das Verständnis für andere Materialien und Bearbeitungen wurde somit bestimmt grösser. Nach der Betriebsführung liess „Naturstein Bilten“ es sich nicht nehmen, einen ausgiebigen „Znüni“ zu offerieren, welcher von allen Mitarbeitern sehr geschätzt wurde. So konnten wir frisch gestärkt weiter in die Flumserberge ziehen. Das folgende Wanderreisli wurde rege zur Kommunikation genutzt, was bei der täglichen Arbeit manchmal zu kurz kommt. Ziel der Wanderung war das Bergrestaurant. Einige der Truppe zogen es vor, zuerst mit der Rodelbahn in die Tiefe zu sausen. Wie aus den Gesichtern zu lesen war, hat dies offensichtlich allen Beteiligten grossen Spass bereitet.

Dir Roman, möchte ich hiermit nochmals herzlich danken für deinen unermüdlichen und loyalen Einsatz gegenüber der GEMI und all seinen Mitarbeitern.

Gemi — die Schreinerei am Zürichsee ergänzt Vorstand

Zürichsee-Zeitung, Seite 30 Schaufenster am 2013-06-27
AutorIn: – / Bilder: – / S300

An der Generalversammlung der Schreinereigenossenschaft Gemi standen die Ergänzungswahlen des Vorstands im Vordergrund. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Vorstand war es der Wunsch von Rolf Schlagenhauf, zurückzutreten.

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Der Einfluss von aussen entwickelte sich für die Gemi sehr kreativ, da Rolf Schlagenhauf immer aktiv war. Der Präsident würdigte die wertvolle Arbeit von Rolf Schlagenhauf mit einem Geschenkgutschein für das Hotel Storchen und einem Früchtekorb. Neu in den Vorstand wurde Sandra Nägeli-Lehrer vorgeschlagen. Sandra Nägeli legte den Grundstein für ihren beruflichen Werdegang mit der kaufmännischen Ausbildung in einer Bank, bevor sie die Höhere Fachschule für Wirtschaft (HFW) absolvierte. Sie arbeitet als Treuhänderin und Mitglied der Geschäftsleitung in der Nägeli Treuhand AG in Feldmeilen. Ebenso vorgeschlagen wurde Christian Stucki, er hat eine umfassende Ausbildung bei einer Grossbank durchlaufen und sich an der Höheren Fachschule zum Betriebswirtschafter (HF) weitergebildet. Seit 2010 arbeitet er als Vorsitzender der Raiffeisenbank rechter Zürichsee, bringt daher auch Erfahrung in der Führung von Genossenschaften mit. Beide vorgeschlagenen Kandidaten wurden einstimmig und mit grossem Applaus von der Generalversammlung gewählt.

An der Generalversammlung berichtete der Geschäftsführer Michael Pieper über das erfreuliche Geschäftsergebnis 2012. Erneut konnte mit der Schreinerei ein Gewinn erwirtschaftet werden. Traditionell sprach der Geschäftsführer vom aktuellen Geschehen in der Schreinerei Gemi und stimmte die Anweseniden zuversichtlich auf den weiteren Verlauf dieses Geschäftsjahres.

Es ist im Sinne der Gemi, gute Mitarbeiter in die eigene Firma aufzunehmen. Wie in einer Genossenschaft möglich, wurden fünf Mitarbeiter neu als Genossenschafter aufgenommen. Durch das Zeichnen von Anteilscheinen bekundeten sie ihre Identifikation mit ihrem Arbeitsplatz.

Die restlichen Traktanden verliefen ohne weitere Diskussionen, und so konnte der Präsident Roman Cordes kurz darauf die Generalversammlung schliessen und zum gemütlichen Teil einladen. Slavi vom Restaurant Erlibacherhof verwöhnte die Anwesenden mit einem feinen Essen, und die Durstigen durften sich am Riesling und Clevner vom Turmgut erfreuen. So klang dieser sonnige Abend mit herrlicher Rundsicht auf den Zürichsee im Turmgut ob Erlenbach aus.

Schreinergenossen liefern Hochglanz-Küchen

Zürichsee-Zeitung Bezirk Meilen – Zürichsee, Seite 9 am 2012-12-01
AutorIn: Eva Robmann / Bilder: Manuela Matt / S310

GENOSSENSCHAFTSSERIE. Die Gemi-Schreinerei in Erlenbach ist eine der letzten ihrer Art, eine Produktivgenossenschaft. Sie gehört den Mitarbeitern und den ehemaligen Angestellten. Und sie behauptet sich auf dem Markt – seit über 60 Jahren.

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Es riecht nach Holz, alle sind konzentriert am Werk, und die Stimmung wirkt gelöst in der Schreinerei gleich unterhalb des Bahnhofs Winkel in Erlenbach. Hier arbeiten alle für den eigenen Betrieb. Denn die meisten der 15 Angestellten der Schreinereigenossenschaft Gemi sind Genossenschafter und somit Teilhaber der Firma. Ausser die beiden Lehrlinge und die ganz Neuen. Zurzeit wird der Betrieb von einem ehemaligen Lehrling geleitet. Michael Pieper ist vor fünf Jahren mit 31 Jahren Geschäftsführer geworden. «Dabei hatte ich das gar nicht geplant, als ich vor 10 Jahren wieder in die Gemi zurückgekehrt bin, wo ich mit 15 Jahren die Lehre angefangen hatte», sagt Michael Pieper heute und lacht. Er ist nicht der einzige ehemalige Lehrling in der Gemi, der nach einigen Jahren wieder in den Betrieb zurückkehrt.

Die Form der Produktivgenossenschaft scheint ein «Wir-Gefühl» zu schaffen. Doch diese Genossenschaftsform ist vom Aussterben bedroht, denn neue Produktivgenossenschaften werden nicht mehr gegründet. Wie einst die Maler, Gipser oder Schreiner sich zusammenschlossen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist auch die Gemi-Schreinereigenossenschaft aus der Not entstanden (vgl. Kasten).

Harziger Start

1948 sollte die damalige Unternehmung verkauft oder geschlossen werden. Da entschieden sich die Mitarbeiter – fünf ältere Herren – zur Selbsthilfe und gründeten die «Genossenschaft für Möbel und Innenausbau», bald nur noch Gemi genannt. Der Schweizerische Bau- und Holzarbeiterverband unterstützte sie dabei, indem er die Liegenschaft kaufte und der Genossenschaft zu guten Bedingungen überliess. Nach schwierigen Einstiegsjahren konnte sich die Genossenschaft in den 1960er Jahren schliesslich auf dem Markt behaupten. Und zwar so gut, dass die Genossenschafter die Liegenschaft zurückkaufen konnten.

In den 1980er Jahren erweiterte die Gemi ihr Angebot mit Büromöbeln und Küchen. 1990 wurde das Haupthaus aufgestockt und der Betrieb anschliessend auf EDV umgestellt. Vor fünf Jahren richtete man im renovierten Nebenhaus einen Ausstellungsraum ein. Dank einer im letzten Jahr gekauften computergesteuerten Produktionsmaschine sind die Arbeitsabläufe laut Michael Pieper bei gleich hoher oder gar gesteigerter Qualität noch effizienter geworden. «Wir haben den Betrieb laufend modernisiert und dem Markt angepasst», sagt der junge Geschäftsführer, der als gelernter Schreiner nun meist im Büro am Computer arbeitet.

Nischenprodukte gefragt

«Der Schreinerberuf hat sich sehr verändert», sagt Pieper, dessen Grossvater schon Schreiner war. Begleitete die Schreinerarbeit früher die Menschen mit Alltagsmöbeln wie Wiege,Aussteuer und Bahre durchs ganze Leben, seien heute eher Nischenprodukte gefragt. «Für die Kunden an der Goldküste – von denen die wenigsten wissen, dass die Gemi eine Genossenschaft ist – stehen neben der Qualität das Design und die perfekte Dienstleistung im Vordergrund.»

Die Gemi hat sich trotz des verstaubten Images einer Genossenschaft auf dem Markt bei Privatkunden, Banken und anderen Unternehmen gut positioniert. So wurden etwa Schreinerarbeiten in einer Villa in Prag montiert oder Türen mit kunstvoller Verglasung in einem Gebäude der Universität Zürich eingebaut.

«Wir sind in der komfortablen Lage, unsere Mitarbeiter schon wieder am Gewinn beteiligen zu können», schreibt Genossenschaftspräsident Roman Cordes im letzten Jahresbericht. Er ist stolz, dass die 34 Genossenschafter dank eines guten Geschäftsverlaufs seit vielen Jahren von einer überdurchschnittlichen Verzinsung des gezeichneten Kapitals profitieren können. Einmal jährlich lädt er die Genossenschafter – darunter Angestellte, ehemalige Mitarbeiter sowie Geschäftspartner – zur Generalversammlung mit Nachtessen in die Vogtei Herrliberg ein. Der Präsident arbeitet als gelernter Schreiner selber im Betrieb mit und ist schon jahrelang für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig.

Was ist eine Produktivgenossenschaft?

Die Gesellschaftsform der Produktivgenossenschaft hat ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts, als sich Handwerker zusammenschlossen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Nicht das Streben nach Gewinn steht im Mittelpunkt, sondern die Erhaltung der Arbeits-
plätze. Gewinne bleiben als Reserve für schlechtere Zeiten und für Investitionen im Betrieb. Je nach Marktlage wird ein Teil des Gewinns als Überschussbeteiligung den Mitarbeitenden ausbezahlt. Die Gemi-Genossenschaft ist die einzige ihrer Art im Bezirk Meilen. (ero)

Genossenschaften im Fokus

Die Uno hat 2012 zum internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt, um deren Beitrag für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung hervorzuheben. Auch in der Schweiz sind ab dem 19. Jahrhundertviele Genossenschaften entstanden. Heute gibt es schweizweit 9600. Im Bezirk Meilen tragen 80 Vereinigungen das Wort Genossenschaft im Namen. Neben dem Wohnbau- und Konsumbereich gibt es Genossenschaften im landwirtschaftlichen Bereich und Kuriositäten wie die Genossenschaft des Darmhandels. Die «ZSZ» widmet Unternehmen mit dieser speziellen Rechtsform eine Serie. Die Beiträge erscheinen in loser Folge. (zsz)

GEMI – Lehrlingsausbildung

Zürichsee-Zeitung – Aktuelles aus dem Gewerbe am 2012-09-12
AutorIn: Gewerbeverein Herrliberg / Bilder: zvg / S320

Seit 1948 schreinert die GEMI am Zürichsee und bietet alle zwei Jahre einen Ausbildungsplatz für eine Schreinerlehre an.

Jugendliche in einem handwerklichen Beruf auszubilden, ist immer mit viel Aufwand verbunden. Aber auch GEMI ist bei der Suche nach Fachkräften auf gut ausgebildetes Personal angewiesen. Momentan arbeiten in der GEMI vier ehemalige Lehrlinge. Auf das Schuljahr 2013 ist die Lehrstelle noch offen. Seit 1948 bietet die GEMI den Angestellten dank des Genossenschaftskonzepts einen hohen Identifikationswert. 14 Angestellte, darunter zwei Lehrlinge, sind in Werkstatt und Büro tätig. GEMI in Erlenbach, Telefon 044 915 31 68 oder www.gemi.ch.

Ein Jubilar in der Schreinerei GEMI

Zürichsee-Zeitung – Schaufenster am 2012-06-13
AutorIn: (e) / Bilder: / S330

Ende Mai beginnt für unseren GEMI-Mitarbeiter Peter Kohler ein neuer Lebensabschnitt. Nach vielen arbeitsreichen Berufsjahren als Schreiner folgt nun die Pensionierung.

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Peter Kohler hat uns beeindruckt mit seiner exakten Arbeitsweise, seine hergestellten Produkte stimmten immer millimetergenau. Er war die kompetente Fachkraft, wann immer eine hochstehende Ausführung verlangt war. Unzählige Schubladen, Türli, Schränke, Türen, Tische und was sonst noch aus Schreinerhand entstehen kann, sind auf seiner Hobelbank gefertigt worden. So haben immer wieder hervorragende Handwerksarbeiten die Werkstätten verlassen mit dem Prädikat «Kohler». Wie wertvoll das für eine Firma ist, kann man sich unschwer vorstellen.

Als kleine Erinnerung wurde in Brienz eine Skulptur aus Lindenholz geschnitzt, welche anlässlich einer kleinen Feier dem Jubilar übergeben wurde.

Wir wünschen unserem Pensionär, dass die neue Lebensphase ausgefüllt sein wird mit genussreichen Momenten, mit mehr Zeit für sich und seine Partnerin, mit gemeinsamen Wanderungen und anderen Erlebnissen, welche den Ruhestand so reizvoll machen. Es erwarten ihn bestimmt viele schöne Stunden, wozu wir von der GEMI natürlich alles Gute und beste Gesundheit wünschen. Wir danken dir Peter für die gemeinsamen Jahre in der GEMI.

GEMI – vielseitig mit Tradition

Küsnachter – Publireportage am 2012-05-03
AutorIn: (plis.) / Bilder: zvg / S340

Ob eine schicke Küche aus Tannenholz, die Restaurierung eines alten Schaukelstuhls oder eine neue Büroeinrichtung, die Genossenschaft Möbel und Innenausbau (GEMI) in Erlenbach offeriert ihren Kunden ein vielseitiges Angebot.

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Wer die Werkstatt der GEMI betritt, dem steigt sogleich der vertraute Geruch von Holz in die Nase. Doch die Spezialisten an der Mariahaldenstrasse arbeiten längst nicht mehr nur mit Holz: Ihnen ist auch der Umgang mit Glas, Metall und Kunststoff vertraut. Produziert werden beispielsweise auch Bäder und Küchen mit Elementen aus Holzimitaten, die so täuschend echt aussehen, dass selbst Fachleute Mühe haben, einen Unterschied zu bemerken. Interessierte können nach Voranmeldung einen Blick in die Ausstellung werfen und sich unverbindlich beraten lassen. Bei einer vertieften Beratung schauen sich Geschäftsführer Michael Pieper und sein Team Wohnungen oder Häuser gerne persönlich an. «Es muss in den Raum passen. Ein Raum mit drei Meter hohen Wänden und vielen Fenstern stellt andere Anforderungen als ein kleiner Raum», erklärt Michael Pieper, der selbst ausgebildeter Schreiner ist.

Bei der GEMI bietet man das Komplettpaket an, koordiniert die Handwerker und organisiert so beispielsweise den Einbau einer vollständigen Küche oder von Büroräumlichkeiten. Die GEMI-Schreiner setzen Kundenvorstellungen um, bringen auf Wunsch aber auch eigene Ideen mit ein. So sind zahlreiche Möbel und ganze Einrichtungen der GEMI Unikate. Neben Kompletteinrichtungen fertigen die Schreiner auch einzelne Möbelstücke wie Betten, Schreibtische, Schränke und vieles mehr an. Sollte einmal ein Möbelstück kaputtgehen, kümmert sich die GEMI kompetent und schnell um dessen Reparatur.

Seit 1948 schreinert die GEMI am Zürichsee und bietet ihren Angestellten dank des Genossenschaftskonzepts einen hohen Identifikationswert. 15 Angestellte, darunter zwei Lehrlinge, sind in Werkstatt und Büro tätig. Wer den Schreinern über die Schulter schauen will, hat am Tag der offenen Tür am 12. Mai von 10 bis 16 Uhr Gelegenheit dazu. Dann können Interessierte die Produkte der GEMI begutachten, Fragen zum Beruf des Schreiners stellen und beim grossen Wettbewerb einen Flug mit der «Tante Ju» oder einem Heissluftballon gewinnen. (plis.)

Die Schreinerei Gemi feiert Abschied auf dem Gemmipass

Erlenbach – Würdigung des Lebenswerkes von Erich Fuchs

Zürichsee-Zeitung Bezirk Meilen – Zürichsee, Seite 6 am 2010-07-31
AutorIn: (e) / Bilder: (zvg) / S350

Die Pensionierung von Erich Fuchs war Anlass für einem Geschäftsausflug ins Gemmigebiet. Dort wurde Fuchs’ Lebenswerk gewürdigt.

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Obschon keine Verbindung zwischen dem Erlenbacher Schreinereibetrieb und dem alten Übergang vom Berner Oberland ins Wallis besteht, war der gemeinsame Name Grund genug, um bei einem Betriebsauflug der Gemi (Genossenschaft für Möbel und Innenausbau) mehr darüber zu erfahren.

Frohgelaunt trat die Gemi-Schar die Reise ins Wallis bereits beim ersten Hahnenschrei an. Der Zug brachte sie nach Leukerbad, wo die Gemmibahn wartete. Oben auf der Passhöhe konnte mit Blick auf die Walliser Berge ein köstliches Mittagessen eingenommen werden. Zu Fuss ging es weiter nach Sunnbühl durch das eindrückliche Gebiet des Gemmi. Nach einer Gondelfahrt wurde Kandersteg erreicht, wo die Gemi-Familie mit dem Car abgeholt wurde. Nach einer gemütlichen Fahrt gelang sie wieder sicher nach Erlenbach am Zürichsee.

Mit diesem Ausflug will die Genossenschaft Gemi das Lebenswerk von Erich Fuchs würdigen. Seine Ausbildung zum Möbelschreiner und später zum Schreinermeister absolvierte Erich Fuchs in Bern. Zu seinem Herkunftsort Brienz hat er bis heute eine enge Verbundenheit bewahrt. Trotz der Liebe zu seiner Heimat zog es Erich Fuchs als ausgebildeten Schreinermeister nach Zürich, wo in einer Schreinerei eines Innenarchitekturbetriebes ein Geschäftsführer gesucht wurde.

Das Lebenswerk von Erich Fuchs

Nach Fuchs’ zehn erfolgreichen Jahren in Zürich suchte die Gemi in Erlenbach einen Nachfolger für den pensionierten Hans Schmid. So trat Erich Fuchs am 1. September 1980 eine neue herausfordernde Stelle am Zürichsee an. Die Gemi hatte, wie fast alle Betriebe im Baugewerbe, wechselhafte Zeiten hinter sich. In den späten 70er Jahren durchlebte die Genossenschaft eine sehr kritische Zeit, in welcher auch über eine Geschäftsauflösung mangels finanzieller Mittel diskutiert wurde. Genau zu dieser Zeit wurde Erich Fuchs als Geschäftsführer geholt.

«Krisen sind Chancen», sagte sich Erich Fuchs und lieferte in Erlenbach den Beweis. Mit starkem Willen, grossem Einsatz und einem sicheren Gespür für Innovation und Marktchancen brachte er die Schreinerei wieder auf Kurs. Fuchs’ Engagement kannte manchmal keine Grenzen: Als in den ersten Jahren das Geld fehlte, um die dringend benötigten Produktionsmaschinen anzuschaffen, schoss Fuchs den Betrag aus dem eigenen Sack vor – und die Maschinen wurden gekauft. Das war aber nicht das einzige Hindernis, welches damals zu bewältigen war. Auch wenn der Weg manchmal unüberwindbar schien, brachte es der junge Geschäftsführer fertig, auch noch so grosse Steine aus dem Weg zu räumen. Längst hat die Gemi die Krise hinter sich gelassen und steht heute als gesundes Unternehmen da. Dahinter stehen sehr viel Einsatz, Durchhaltewillen und wohl manche schlaflose Nacht. Denn ganz so leicht ist es nicht, einen Handwerksbetrieb zu führen. Die Gemi hat Erich Fuchs enorm viel zu verdanken. Ohne ihn würde sie heute nicht so dastehen. Dass seine Frau manchmal zu kurz kam, ist naheliegend. Sie unterstützte ihren Mann über Jahrzehnte tatkräftig, wofür ihr ebenfalls der entsprechende Dank gebührt.

2007 konnte Erich Fuchs die Geschäftsleitung in jüngere Hände übergeben und sich im Hintergrund halten. Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, das Schicksal der Schreinerei der nächsten Generation zu überlassen und einen neuen Zeitabschnitt zu starten. Das Gemi-Team wünscht Erich Fuchs und seiner Frau für die Zukunft nur das Beste und vor allem gute Gesundheit. (e)

Pensionierung Erich Fuchs

GEMI aktuell am 2010-07-09
AutorIn: GEMI / Bilder: GEMI / S360

Per Ende Juni 2010 geht mit Erich Fuchs wieder ein langjähriger, treuer Mitarbeiter in die verdiente Pension. Im Jahr 1980 begann Erich Fuchs seine Arbeit in der GEMI als Geschäftsführer…

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…und kann heute auf 30 Jahre GEMI zurückblicken.

Im Namen der GEMI bedanken wir uns bei Dir Erich, für den unermüdlichen Einsatz für die Firma.

Jubiläum in der Schreinerei Gemi

Erlenbach

Zürichsee-Zeitung Bezirk Meilen – Zürichsee, Seite 7 am 2009-08-25
AutorIn: (e) / Bilder: (zvg) / S370

In den letzten Tagen konnte in Erlenbach der langjährige Gemi-Mitarbeiter Iwan Keller sein 20-Jahr-Dienstjubiläum feiern. 1989 hat er seine vierjährige Lehre als Möbelschreiner in der Gemi angefangen und auch erfolgreich abgeschlossen.

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Nur für drei Monate Rekrutenschule blieb er der Gemi für eine längere Zeit fern. Nach der RS setzte er seine geschickten Hände vor allem in der Werkstatt ein und war für die Fertigstellung der Möbel und Einbauten zuständig.

Schon bald kristallisierte sich heraus, dass Iwan Keller vielseitig begabt ist und deshalb überall eingesetzt werden kann. Die Lösung vieler kniffliger Probleme wurde ihm anvertraut im Wissen, dass er diese für die Firma löst.

Später bildete sich Iwan Keller noch zum Maschinisten aus. Seither kümmert er sich umsichtig um den Maschinenpark in der Gemi. Die hilfsbereite und zuverlässige Arbeitsweise von Iwan Keller wissen Kunden und Mitarbeiter sehr zu schätzen.

Mit einer Treueprämie und einem kleinen Präsent wurde der grosse Einsatz für die Gemi kürzlich gewürdigt. Mit einem verlängerten Znüni mit Speis und Trank feierte die Belegschaft das Jubiläum ihres Kollegen. Die Gemi-Mitarbeiter und die Geschäftsleitung dankten bei dieser Gelegenheit Iwan Keller für seine langjährige Treue, seine vielfältige Arbeit und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute. (e)

Dienstjubiläum, 20 Jahre Iwan Keller

GEMI aktuell am 2009-08-21
AutorIn: GEMI / Bilder: GEMI / S380

1989 hat Herr Keller seine 4 jährige Lehre als Möbelschreiner in der GEMI angefangen und seither unsere Firma nie verlassen.

Die GEMI – Mitarbeiter und die Geschäftsleitung danken Iwan Keller für seine langjährige Treue und seine vielfältige

Ein rechter Schreiner muss staubresistent sein

Erlenbach – Berufsbesichtigung in der Schreinerei Gemi

Zürichsee-Zeitung rechtes Ufer – Zürichsee, Seite 2 am 2009-01-15
AutorIn: Stefan Hirs* / Bilder: zvg / S390

Jugendliche und ihre Eltern informierten sich in Erlenbach über den Schreinerberuf und neuste Entwicklungen in diesem Metier.

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Organisiert wurde die Berufsbesichtigung vom BIZ Meilen. Schauplatz war die Schreinerei Gemi in Erlenbach. Der Schreinerberuf hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Schreiner Iwan Keller erklärte in einem Betriebsrundgang die neuen Technologien. Vor 20 Jahren hat er selber die Schreinerlehre bei der Gemi gemacht und sich als Maschinist weitergebildet. «Die Technik hat auch in diesem Gewerbe Einzug gehalten; das Bedienen modernster Verarbeitungsmaschinen erleichtert viele Arbeiten», sagte Keller. Die Vorbereitung, Planung und das Erstellen der detaillierten Pläne gehören ebenso zu den Tätigkeiten einer Schreinerin wie die kompetente Beratung der Kundschaft.

Holz ist der typische Werkstoff des Schreiners, doch bei weitem nicht der einzige. «Der Schreiner muss auch in der Materialanwendung enorm vielseitig und flexibel sein», erklärte Keller. Sperrholz, Span- und Faserplatten, Kunststoffe und Metalle sowie weitere Materialien werden im Schreinerberuf verarbeitet. Die Schreinerlehre mit Abschluss eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) dauert vier Jahre. Voraussetzungen für diese Lehre sind neben handwerklichem Geschick auch technisches Verständnis, gutes räumliches Vorstellungsvermögen und zeichnerische Fähigkeiten.

Wer ist geeignet?

Ein angehender Schreiner darf keine Überempfindlichkeit gegen Staub und Chemikalien haben. Seit 2006 wird für schulisch Schwächere auch eine zweijährige Lehre mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) angeboten. Diese Ausbildung als Schreinerpraktiker eignet sich für handwerklich begabte Jugendliche aus der Volksschule mit Niveau Grundanspruch, die gerne mit Holz arbeiten und sorgfältiges, genaues Arbeiten gewohnt sind. Wer nach der Attestausbildung noch das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Schreiner EFZ erwerben will, kann dies mit einer verkürzten Lehre von drei Jahren tun. Damit haben Schreinerpraktiker EBA die gleichen Weiterbildungsmöglichkeiten wie Schreiner EFZ.

Weiterhin auf genossenschaftlicher Basis in die Zukunft

Erlenbach 60 Jahre Genossenschaft für Möbel und Innenausbau (Gemi)

Zürichsee-Zeitung rechtes Ufer am 2008-05-31
AutorIn: (e) / Bilder: zvg / S400

Auf einer Fahrt ins Blaue feierte das Gemi-Team das 60 jährige Firmenbestehen und die Pensionierung des Kollegen Christian Lüthi.

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Im späten Frühjahr 1948 wurde im damaligen Restaurant Post in Erlenbach die Genossenschaft für Möbel und Innenausbau (Gemi) gegründet. Anlass dazu war, die in Schwierigkeiten geratene private Schreinerei zu übernehmen und damit in einer nicht einfachen Zeit die Arbeitsplätze zu erhalten. Gekauft wurde die Schreinerei vom damaligen SBHV, dem schweizerischen Bau- und Holzarbeiterverband. Der Genossenschaft für Möbel und Innenausbau wurde die Liegenschaft zu günstigen Konditionen mietweise überlassen. Den bisherigen Betriebsleiter, Hans Schmid aus Männedorf, beförderte die Gesellschaft zum ersten Geschäftsführer. Der Start gestaltete sich nicht einfach. Neue Aufträge waren schwierig zu akquirieren, das notwendige Betriebskapital äusserst knapp bemessen. In der Folge wurde bereits im Jahr 1949 über eine Liquidation nachgedacht.

Eindeutig verbesserte sich die Lage in den sechziger Jahren. Die Nachfrage war vorhanden, die Umsätze und Erträge stiegen kontinuierlich. Die gute Ertragslage ermöglichte der Gemi, die Liegenschaft an der Mariahaldenstrasse in Erlenbach in den Jahren 1963 und 1967 vom SBHV zu günstigen Bedingungen zu kaufen. Bereits ab 1967 war die Firma im Besitz der gesamten Liegenschaft an der Mariahaldenstrasse 1.

Mehr Umsatz und mehr Ertrag

Im Jahr 1974 wurde der damalige Gemeinderat von Erlenbach, Fritz Bleuler, zum Präsidenten der Genossenschaft gewählt. Die Jahre 1975 bis 1978 waren die eigentlichen Schicksalsjahre, geprägt von Umsatzeinbussen und grossen Verlusten. Zu allem Elend löste ein Funkenwurf an einer Schleifmaschine am 5. Juni 1978 einen grösseren Brand aus.

Am 30. Oktober 1980 trat der bisherige Geschäftsführer Hans Schmid in den Ruhestand. Zum Nachfolger wurde der in Meilen wohnhafte Schreinermeister Erich Fuchs gewählt. Der mit einem guten Netzwerk ausgestattete neue Geschäftsführer akquirierte schnell neue Kunden. Dank den sofort eingesetzten Umstrukturierungen und Optimierungen der Betriebsabläufe konnten Umsatz und Ertrag der Firma sofort markant erhöht werden. Die Situation der Firma verbesserte sich nachhaltig und langfristig.

Seit 1983 erscheint die Firma mit einem neuen Gemi-Logo. Überarbeitete Statuten und der Beitritt zum örtlichen Gewerbeverein eröffneten der Gemi neue Perspektiven. 1987 übernahm Thomas Westermann das Präsidium. Die zum Teil ausgezeichneten Geschäftsjahre in den achtziger Jahren ermöglichten das grosszügige Projekt eines Totalumbaus des Hauptgebäudes.

Jahre der Konsolidierung

Der Totalumbau des Hauptgebäudes startete im April 1990. Mit diesem Aufbau gewann die Firma Räumlichkeiten für Büro und Ausstellung. Bereits im Dezember 1990 bezog der Mieter, das Architekturbüro Meier + Partner AG, die neu geschaffenen Büroräumlichkeiten. Mit der Sanierung des Hauptgebäudes verbesserte sich die Situation der Gemi noch einmal grundlegend. Endlich verfügte die Genossenschaft über zeitgemässe Büros mit EDV und modernster Telefonanlage, was die Produktivität entsprechend steigerte und die Kommunikation entscheidend verbesserte.

Rückblickend fiel das Bauvorhaben in eine äusserst ungünstige Zeit. Die Aufträge für den Umbau wurden noch zu Hochkonjunkturpreisen vergeben. Kaum war der Bau vollendet, brach die Rezession aus, und die Verkaufspreise für die Gemi-Produkte sanken ins Bodenlose. Eine Aufstockung des Genossenschaftskapitals ermöglichte die weiter notwendigen Investitionen. 1998 feierte die Gemi mit einer schlichten Feier das 50-Jahr-Jubiläum.

Nach nun teilweise wieder ausgezeichneten Geschäftsjahren startete die Gemi im Jahr 2000 mit einer markanten Umsatzeinbusse in das neue Jahrtausend. Der Vertreter der Gewerkschaft Unia trat aus dem Vorstand aus. Ein Nachfolger aus diesem Kreis konnte nicht gefunden werden. In der Folge suchte die Gemi nach lokalen Vertretern im KMU-Bereich.

Generationswechsel

Mit dem diplomierten Architekten Gerold Löwensberg (Zürich) konnte schon bald ein erstes Vorstandsmitglied gewonnen werden. Später stellten sich noch Rolf Schlagenhauf (Meilen) und Bruno Graber (Herrliberg) zur Verfügung. Der seit 1989 amtierende Präsident Thomas Westermann trat auf die GV 2004 zurück. Zum neuen Präsidenten erkoren wurde der bisherige Vizepräsident und leitende Mitarbeiter, Roman Cordes.

An der Generalversammlung 2007 schied auch der seit 1980 wirkende Erich Fuchs als aktiver Geschäftsführer aus (es stand in dieser Zeitung). Beratend mit reduziertem Pensum bleibt er der Gemi als Arbeitskraft erhalten. Mit Michael Pieper (Erlenbach) konnte ein profilierter und lokaler Nachfolger gewonnen werden. Noch offen ist die Stelle des per Ende Mai pensionierten Projektleiters Christian Lüthi (Kasten).

Personell ist jetzt eine junge, tatkräftige Generation am Werk. Mit der im Juni 2007 eröffneten permanenten Ausstellung wurde ein weiterer Schritt in die Zukunft eingeleitet. Vielseitigkeit und Flexibilität sowie eine möglichst grosse Unabhängigkeit von der aktuellen wirtschaftlichen Lage sollen die Garanten bleiben, um die Zukunft der Genossenschaft zu sichern. (e)

2008 = 60 Jahre GEMI – Erlenbach

GEMI aktuell am 2008-04-30
AutorIn: GEMI / Bilder: / S410

Im späten Frühjahr 1948 wurde in Erlenbach die “Genossenschaft für Möbel und Innenausbau” gegründet. Später wurde dann dieser Name in GEMI gekürzt.

Das ganze GEMI – Team bedankt sich bei allen Kunden für Ihre Treue und hofft auf weitere 60 Jahre.

Schreiner Michael Pieper

5 Fragen an.

Zürichsee-Zeitung am 2007-12-11
AutorIn: Michèle Hausamann / Bilder: / S420

Michael Pieper ist Geschäftsführer der Erlenbacher Schreinerei Gemi und heute öfter im Büro als an der Säge.

Erlenbach. – Das Holz hat es ihm seit seiner Kindheit angetan. Deshalb hat sich Michael Pieper mit 15 Jahren für eine Schreinerlehre entschieden. Mittlerweile ist der 32-jährige Erlenbacher Geschäftsführer des Betriebes, in dem er seine Lehre machte.

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Der Verkauf sei anstrengend, aber zufriedene Kunden stellen ihn auf und motivieren ihn zum Weitermachen. Das Kirchgemeindehaus in Herrliberg war eines seiner schönsten Projekte.

Entspricht der Schreiner-Traumberuf Ihrer Kindheit Ihrer heutigen Arbeit?
Mein Grossvater hatte eine Schreinerei in Erlenbach, und auch mein Götti arbeitete als Schreiner. Das hat mich natürlich geprägt. Zudem verbrachte ich viel Zeit im Freizeitzentrum Küsnacht und habe dort unter anderem mit Holz gearbeitet. Der Berufswunsch des Schreiners war also schon früh da. Unterdessen arbeite ich als Geschäftsführer. Ich vermisse das Handwerkliche schon etwas. Es wäre schön, wenn ich beides kombinieren könnte. Das ist aber in einer so grossen Firma wie dieser nicht möglich. Entweder arbeitet man für das Büro oder für die Werkstatt.

Sie arbeiten also heutzutage im Büro und nicht mehr in der Werkstatt. Was gibt es im Büro zu tun?
Einerseits erledige ich viel Administratives, wie zum Beispiel die Terminplanungen, die Werbung oder das ganze Personalwesen. Anderseits bin ich aber auch in der Werkstatt oder auf der Baustelle anzutreffen. Dort kontrolliere ich die Montage. Ich halte mich selten einen ganzen Tag lang im Büro auf. Besonders gefällt es mir, ein Projekt zu planen, es also zu zeichnen. Weniger gerne mache ich hingegen Offerten.

Muss eine Schreinerei am rechten Zürichseeufer mehr oder anderes bieten können, als wenn sie andernorts gelegen wäre?
Im Allgemeinen ist es dieselbe Arbeit, aber die Ansprüche sind manchmal am rechten Ufer des Zürichsees sicherlich höher. Wir müssen auch individueller auf die Kundschaft eingehen können. Zudem dauert es oft einige Wochen, bis sich der Kunde entschieden hat, was er genau möchte, und weiss, wie es aussehen soll. So vergeht viel Zeit, bis wir mit dem Projekt beginnen können. Ausserdem spielt das Design eine wesentliche Rolle und wird heute fast zuoberst gesetzt. Das Praktische am Möbel geht vergessen.

Ein Schreiner hantiert täglich mit Bandsägen, Bohrern und Hämmern – nicht ganz ungefährlich. Braucht man als Schreiner besondere Fähigkeiten im Nothelferbereich?
Nein, nicht unbedingt. Wir haben einen Sicherheitsbeauftragten, der für die Schutzvorrichtungen zuständig ist, und schon in der Lehre wurden wir auf die Maschinen und Schutzvorrichtungen geschult. Die Suva fördert das zum Beispiel mit Plakaten und macht regelmässig Kontrollen. Natürlich kommt es häufig vor, dass man sich in den Finger schneidet oder mit dem Hammer draufschlägt. Das würde ich aber nicht als Verletzung bezeichnen. Ich habe mich erst einmal so geschnitten, dass ich es nähen lassen musste. Das war, als ich eine alte Küche herausreissen musste.

Wie und wo entspannen Sie sich?
Im Rösslipark in Erlenbach. Dort bin ich schnell, und es ist ruhig. Gerne fahre ich auch mit dem Bike zum Pfannenstiel. Dort hat man einen schönen Ausblick ins Glarnerland und nach Zürich. So kann ich gut von der Arbeit abschalten.

Wenn Mitarbeiter auch Teilhaber sind

Wenn Mitarbeiter auch Teilhaber sind
Die Handwerkergenossenschaft – ein Modell mit Zukunft?

wohnen 9/2007 Genossenschaftswesen – Seite 26-27 am 2007-09-01
AutorIn: Daniel Krucker / Bilder: zVg. / S430

Produktivgenossenschaften garantieren faire Arbeitsbedingungen. Trotzdem sind im Verband genossenschaftlicher Bau- und Industrieunternehmungen (VGB) nur mehr fünfzehn Handwerksbetriebe organisiert. Ist die Idee der Produktivgenossenschaft in der Schweiz noch zu retten?

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Als geistiger Vater der Produktivgenossenschaften kann der englische Sozialreformer Robert Owen (1771– 1858) bezeichnet werden. Owen, selber Textilunternehmer, erkannte die sozialen Probleme der Industriegesellschaft und sorgte in seinen Fabriken für bessere Arbeitsbedingungen. Anfang des 19. Jahrhunderts, nunmehr von seinen Partnern aus der Firma hinausgedrängt, veröffentlichte er seine Ideale in einem Buch. In der Schweiz entstanden vor allem in der Romandie in den 1840er-Jahren die ersten Produktivgenossenschaften.

Produktivgenossenschaften unterscheiden sich von Konsumgenossenschaften (zum Beispiel Migros oder Coop) oder landwirtschaftlichen Genossenschaften vor allem dadurch, dass die Genossenschafter nicht nur Eigentümer, sondern zugleich auch Mitarbeiter des Genossenschaftsbetriebes sind. Gleichwohl sind in den heutigen Unternehmen, die im VGB organisiert sind, nicht mehr alle Mitarbeitenden am Genossenschaftskapital beteiligt. Die Angestellten einer Handwerkergenossenschaft profitieren von Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsrechten sowie von fairen Arbeitsbedingungen wie beispielsweise der Beteiligung am Betriebsgewinn und guten Sozialleistungen.

«Absolut zeitgemäss». Ein Modell also, das auch in der heutigen unsicheren Arbeitswelt seine Berechtigung hätte. Trotzdem werden kaum noch Handwerkergenossenschaften gegründet, und regelmässig stellen Genossenschaftsbetriebe ihre Geschäftstätigkeit ein. Einzelne haben zudem zur Rechtsform der Aktiengesellschaft gewechselt. Weshalb? Erich Fuchs, Präsident des VGB Schweiz und bis zu seiner Pensionierung Ende Juni Geschäftsführer des Schreinereibetriebs Gemi (Genossenschaft Möbel und Innenausbau), stellt sich diese Frage ebenfalls. Denn eine Handwerkergenossenschaft ist für ihn nach wie vor «absolut zeitgemäss». Beste Werbung dafür seien erfolgreiche Beispiele wie die Raiffeisenbanken oder die Mobiliarversicherung. Der gelernte Schreinermeister stellt sich gegen die weit verbreitete Meinung, die Genossenschaft als Rechtsform genüge den heutigen Anforderungen nicht mehr: «Dort sind die Fehler nicht zu suchen», ist er überzeugt.

Ideologischer Ballast muss über Bord. Was also sind die Gründe für den Schwund? Zwei Aspekte spricht Erich Fuchs in diesem Zusammenhang an. Erstens: Die geforderten sechs Mitglieder für die Gründung einer Genossenschaft seien möglicherweise etwas viel. Und zweitens werde da und dort das Etikett «kollektiv» von den Genossenschaften zu sehr strapaziert und buchstabengetreu ausgelegt. Dabei nimmt er Mitglieder des VGB nicht aus. Zu viel Ideologie aber lähme jeden Betrieb.

Die Anzahl der geforderten Gründungsmitglieder dürfte sich nicht so rasch ändern. Denn gerade die breite Verteilung des Kapitals oder demokratische Entscheidungsprozesse sind zentrale Wesensmerkmale einer Genossenschaft. Über die eigenen Statuten, Prozesse und die Organisation aber sollte sich jeder Betrieb periodisch Gedanken machen. Darum appelliert Erich Fuchs mit Nachdruck an seine Mitglieder, die Statuten zu überdenken und sich so zu organisieren, dass das Unternehmen den heutigen Wettbewerbsbedürfnissen genügt. Er wehrt sich auch gegen den Einwand, dass Genossenschaften wegen der besonderen Rechtsform träger seien als beispielsweise eine GmbH. «Wenn Sie den Erfolg wollen, dann müssen Sie halt die erforderlichen Strukturen schaffen», meint er.

Baugenossenschaften wichtige Kunden. Die Gründe für die Geschäftsaufgabe sind sicher von Betrieb zu Betrieb verschieden. Es gibt aber eine gemeinsame Tendenz: Produktivgenossenschaften haben sich möglicherweise zu lange auf die Aufträge der Baugenossenschaften verlassen. Der Präsident der Sektion Zürich des VGB und Geschäftsführer der Gipser- und Malergenossenschaft (GMGZ) Zürich, Peter Mächler, schätzt, dass die Baugenossenschaften bei ihren Mitgliedern für etwa 30 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind. Vor 20, 30 Jahren lag dieser Anteil noch bei ungefähr 60 Prozent. Gleichwohl belegen die geschätzten 30 Prozent die Bedeutung, die den Baugenossenschaften in den Auftragsbüchern der Produktivgenossenschaften nach wie vor zukommt.

Beide Vertreter der Produktivgenossenschaften äussern Verständnis dafür, dass bei der Vergabe nicht mehr automatisch Genossenschaftsbetriebe berücksichtigt werden. Die Abkehr von alten Gewohnheiten zwinge die Unternehmen, umzudenken und neue Akquisitionswege zu beschreiten. Peter Mächler spricht sich aber gleichzeitig für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Baugenossenschaften aus. Erhofft, dass es dadurch künftig wieder zur einen oder anderen Neugründung einer Handwerkergenossenschaft kommt.

Kokurrenz durch GU. Ein wichtiger Grund dafür, dass die Mitarbeiter einer Produktivgenossenschaft nicht mehr so häufig wie früher auf den Baustellen der Baugenossenschaften anzutreffen sind, ist die zunehmende Bedeutung der Generalunternehmungen. Ein grösseres Bauprojekt ist heute eine komplexe Angelegenheit und mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden. Darum gehen nicht wenige Baugenossenschaften Verträge mit Generalunternehmen ein, die ein Bauprojektvon A bis Z in Eigenregie planen, überwachen und abrechnen. Wenn es einer Baugenossenschaft ein Anliegen ist, dass bei der Auftragsvergabe die eine oder andere Handwerkergenossenschaft berücksichtigt wird, muss sie dies in den Vertragsverhandlungen klar festhalten.

Alle Produktivgenossenschaften in der Deutschschweiz auf einen Blick:

Name Malergenossenschaft Basel
Branche Maler- und Tapezierarbeiten
Kontakt Austrasse 60, 4051 Basel
Telefon 061 272 82 52
www.malergenossenschaftbasel.ch
Gründungsjahr 1949
Anz. Mitarbeiter 12Name Gipser- und Malergenossenschaft Bern
Branche Gipser- und Malerarbeiten
Kontakt Wagnerstrasse 11, 3007 Bern
Telefon 031 372 43 72
www.gmg-bern.ch
Gründungsjahr 1910
Anz. Mitarbeiter 48Name Baugeno Biel
Branche Küchen, Innenausbau, Renovationen, Maurerarbeiten
Kontakt Kutterweg 40, 2503 Biel
Telefon 032 366 00 66
www.baugenobiel.ch
Gründungsjahr 1946
Anz. Mitarbeiter 20Name Maler- und Gipsergenossenschaft Biel
Branche Maler-, Gipser- und Tapezierarbeiten, Fassadenisolationen
Kontakt Solothurnerstrasse 126a, 2504 Biel
Telefon 032 342 30 72
www.mgg.ch
Gründungsjahr 1951
Anz. Mitarbeiter 20Name Genossenschaft Hammer Zürich
Branche Metallbau, Sicherheitstechnik
Kontakt Binzstrasse 7, 8045 Zürich
Telefon 044 454 85 85
www.hammer-metallbau.ch
Gründungsjahr 1929
Anz. Mitarbeiter 110Name Gemi Genossenschaft Erlenbach
Branche Schreinerei, Innenausbau, Küchen, Möbel
Kontakt Mariahaldenstrasse 1, 8703 Erlenbach
Telefon 044 915 31 68
www.gemi.ch
Gründungsjahr 1948
Anz. Mitarbeiter 15
Name Gartenbaugenossenschaft Zürich
Branche Grünbau, Grünpflege, Landschaftsarchitektur
Kontakt Im Holzerhurd 56, 8046 Zürich
Telefon 044 371 55 55
www.ggz-gartenbau.ch
Gründungsjahr 1929
Anz. Mitarbeiter 70Name Gipser- und Malergenossenschaft Zürich
Branche Gipser, Maler- und Tapezierarbeiten
Kontakt Flurstrasse 110, 8047 Zürich
Telefon 044 492 14 88
www.gmgz.ch
Gründungsjahr 1909
Anz. Mitarbeiter 57Name Genossenschaft Hobel Zürich
Branche Möbel und Innenausbau
Kontakt Aargauerstrasse 251, 8048 Zürich
Telefon 044 431 88 88
www.hobel.ch
Gründungsjahr 1945
Anz. Mitarbeiter 19Name Genossenschaft Procolor Zürich
Branche Malerarbeiten
Kontakt Grubenstrasse 27, 8045 Zürich
Telefon 044 462 85 33
Gründungsjahr 1947
Anz. Mitarbeiter 14Name Sada AG Zürich
Branche Haustechnik und Gebäudehülle
Kontakt Zeughausstrasse 43, 8004 Zürich
Telefon 044 297 97 97
Gründungsjahr 1907
Anz. Mitarbeiter 200Name Zimmereigenossenschaft Zürich
Branche Holzbau, Parkett, Schreinerei, Innenausbau
Kontakt Dennlerstrasse 41, 8047 Zürich
Telefon 044 491 77 01
www.zgz.ch
Gründungsjahr 1919
Anz. Mitarbeiter 30

Zwei Franken für die Martin Stiftung

Küsnachter am 2007-06-28
AutorIn: Béatrice Christen / Bilder: ch. / S440

«GEMI» in Erlenbach öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit und stellt gleichzeitig den neuen Geschäftsführer vor.

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Nicht alle Erlibacher und Erlibacherinnen wissen, dass «GEMI» eigentlich «Genossenschaft Möbel und Innenausbau» bedeutet. In der Region verwendet man ausschliesslich die Kurzform. Das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück, es-wurde im Jahr 1948 gegründet. 27 Jahre wurde die «GEMI» von Erich Fuchs geleitet, der sich nun aus der Geschäftsleitung zurückzieht, um seinem Nachfolger Michael Pieper Platz zu machen. «Doch ich werde weiterhin beratend für das Unternehmen tätig sein», beantwortet Erich Fuchs die Frage des «Küsnachters».

«GEMI» präsentiert sich im neuen Kleid

In den letzten Monaten wurde auf dem Areal der «GEMI» fleissig gebaut. Das neu gestaltete Nebengebäude kann über eine moderne Passerelle vom Hauptgebäude aus erreicht werden. Das ist aber noch nicht alles: Eine neue grosszügig konzipierte Ausstellung mit Küchen, Schränken, Türen, Tischen, Stühlen, Bademöbeln wurde eingerichtet. Hier kann sich die Kundschaft an Ort und Stelle ein Bild von dem machen, was sie kaufen möchte. Sonderanfertigungen von Küchen oder Badezimmerkonzepten werden bei «GEMI» ebenfalls geplant und ausgeführt.

Es wird gefeiert

Der erfolgreich abgeschlossene Umbau soll nun mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden. Auf dem Programm steht ein umfassender Rundgang durch die Räume und die Produktionswerkstätte. Zur Stärkung gibt es Penne an Tomatensauce, allerlei Getränke sowie Kaffee und Kuchen.

Alkoholfreie Getränke, Kaffee und Kuchen werden bei der «GEMI» offeriert. Für alkoholhaltige Getränke und das Mittagessen ist ein symbolischer Beitrag von zwei Franken zu entrichten. Der auf diese Weise gesammelte Endbetrag kommt der benachbarten Martin Stiftung – einer Institution, in der behinderte Menschen leben und arbeiten – zugute.

Vielfältig gestaltete Ausstellung

Erlenbach – Die 1948 gegründete Gemi lädt am Samstag zum Tag der offenen Tür ein

Zürichsee-Zeitung rechtes Ufer am 2007-06-26
AutorIn: Bernd Beck / Bilder: Bernd Beck / S450

Die Gemi Erlenbach hat ein Nebengebäude umgebaut und dort ein attraktives Ausstellungslokal realisiert. Am Tag der offenen Tür darf ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden.

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Während der ganzen letzten Woche lud die Genossenschaft Möbel und Innenausbau (Gemi) Geschäftsfreunde, Behörden und Partner ein, um vor allem die neuen Ausstellungsräumlichkeiten im Nebengebäude der Firma zu besichtigen. Genossenschaftspräsident Roman Cordes nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, Geschäftsführer Erich Fuchs, der nach 27 Jahren Tätigkeit für die Gemi nun ab der Generalversammlung am kommenden Freitag kürzertreten wird, zu verabschieden. Gleichzeitig wurde mit dem in Küsnacht und Erlenbach aufgewachsenen Michael Pieper Fuchs’ Nachfolger vorgestellt.

Das mustergültige neue Ausstellungslokal im umgebauten Holzschopf zeigt Küchen, Schränke, Türen, Tische, Stühle, Bademöbel, Sideboards und Möbel aller Art und lässt zugleich alle Möglichkeiten offen, um kreative Ideen und Produkte aus dem Hause Gemi gediegen und attraktiv darzustellen. Geschäftsführer Erich Fuchs freute sich über die vielfältig gestaltete Ausstellung. Die Gestaltung lag zum allergrössten Teil in den Händen von Gemi-Mitarbeiter Pierre Herzog. Parallel dazu zeigt die Firma Blaser Bodenbeläge ihre Produkte in Verbindung mit gediegenen Innenausbaulösungen. Die Grundidee, im ehemaligen Holzschopf direkt an der Bahnlinie ein Ausstellungslokal zu realisieren, wurde vom Architekten-Team Meier und Partner (im Hause der Gemi ansässig) umgesetzt. Kernpunkt der Idee ist eine grosszügige Passerelle, die vom Treppenhaus des Stammhauses hinüber in die führt. Die nun realisierte Lösung sei auch deshalb möglich geworden, weil das Bauamt Erlenbach «gewerbefreundlich» der Bauherrschaft Hand bot für diese sehr kreative Lösung, sagte Erich Fuchs. Die Gemi investierte rund eine Million Franken in das Projekt.

Ein ehemaliger Lehrling

Erich Fuchs wird bis zu seiner ordentlichen Pensionierung im Jahre 2010 beratend und in Teilzeit für die Gemi tätig bleiben. Der scheidende Geschäftsführer zeigte sich zuversichtlich, was die Zukunft der Gemi anbelangt und stellte mit seinem bisherigen Stellvertreter Michael Pieper seinen Nachfolger vor.

Michael Pieper ist ein ehemaliger Lehrling der Genossenschaft und vermochte in seiner bisherigen Tätigkeit als Projektleiter voll zu überzeugen. Er sei für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet. Mit sympathischen Worten stellte sich «der neue Mann» kurz vor und schilderte seine bisherige berufliche Laufbahn, die 1993 mit der Schreinerlehre in der Gemi begann. Nach Jahren der folgenden Ausbildung und Schulung kehrte er im Sommer 1993 wieder in seinen Lehrbetrieb zurück.

Architekt Pedro Meier erinnerte daran, dass im Frühsommer 2006 Baubeginn war. Allgemein habe sich das Gebäude zum Teil in einem baulich schlechten Zustand befunden. Das statische Konzept bestand darin, die vorhandene Baustruktur zu ergänzen und zu verstärken. Die bestehende Dachstatik wurde zum Teil im Innern mit Hilfe von Zugbändern verstärkt. Dadurch gelang es, die prägnanten Bogenträger vollumfänglich zu erhalten. Sie geben dem räumlich grosszügig wirkenden und dank der Fensterfronten lichtdurchfluteten Ausstellungsraum sehr viel Charakter. Die raffiniert ausgelegte Beleuchtung rückt das Ausstellungsgut dezent, aber akzentuiert «ins rechte Licht». (be)

Stabübergabe in der Schreinerei Gemi

Tages-Anzeiger am 2007-06-25
AutorIn: Rachel Van der Elst / Bilder: Michael Trost / S460

Vieles ist neu in der Schreinerei Gemi in Erlenbach – bald auch der Geschäftsführer: Ab 1. Juli ist der 31-jährige Michael Pieper der neue Chef.

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Erlenbach. – 31 Jahre trennen den bisherigen und den künftigen Geschäftsführer der Gemi in Erlenbach voneinander. Sie kennen sich, seit Michael Pieper vor 14 Jahren die Schreinerlehre in der Gemi absolviert hat. Und jetzt übergibt der Alte dem Jungen, halb so alt wie er, die Geschicke der Genossenschaft. Er gehe, so sagte Erich Fuchs anlässlich eines VIP-Dinners von letzter Woche, lachend. Man sage ja immer, man gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber er lache. Das habe seine Gründe: Er freue sich über die Kunden, das Superteam und seinen Nachfolger. Und über die allgemeine Entwicklung der Gemi.

Letztere hat sich seit den Anfängen mit Erich Fuchs im Jahre 1980 äusserlich sehr verändert. Rechtzeitig zur Geschäftsübergabe wurde der Anbau fertig. Er ist durch eine Passarelle mit dem Haupthaus verbunden. Zuoberst wird die Kernkompetenz der Gemi zur Schau gestellt: Küchen mit sandgestrahlter Abdeckung und hellgrünem Innenleben, die zeigen, dass Weiss nicht zwingend die vorherrschende Farbe sein muss. Bäder, wie man sie auch in den Trend-Magazinen sieht. Betten und andere Gebrauchsgegenstände wie ein riesiger Konferenztisch.

Eine Brücke zur Ausstellung

Die Idee für den Umbau und insbesondere für die Passarelle kam dem Geschäftsführer übrigens nachts um halb ein Uhr nach dem Ausgang in Schaffhausen. Jetzt verbindet die Brücke das Haupthaus mit der Ausstellung. Sie ist rollstuhlgängig und passt wunderbar ins Gesamtkonzept. Der Anbau war übrigens einmal eine Scheune, notdürftig verputzt. Er ist nun nicht mehr als solche zu erkennen. Übrig geblieben sind einzig die Holzbogen an der Decke, die in der sprichwörtlichen alten Frische herausgeputzt wurden. «Der alte Schopf war mir schon lange ein Dorn im Auge», zeigte sich Fuchs erfreut über das Ergebnis.

Noch bis 30. Juni – dann lädt die Gemi unter dem Motto «Hot & Cool» zum Tag der offenen Tür ein – ist Fuchs der Chef. Die nächsten drei Jahre bleibt er der Firma aber noch als Teilzeiter erhalten, will den Neuen unterstützen und beraten. Bevor es aber so weit ist, macht Fuchs für einen «sauberen Schnitt» zwei Monate Ferien, drei Wochen davon auf Island. Wenn er zurückkommt, wird er sein Büro als Einziger im Anbau haben, «sonst bin ich bis zu meiner endgültigen Pensionierung immer noch der Chef, und das will ich nicht».

Der Nachfolger steht jedenfalls schon in den Startlöchern. Michael Pieper kam nach der Lehre und zwei zusätzlichen Jahren in der Gemi nur durch Zufall zurück – Pieper wollte eine Referenz, Fuchs hielt aber insgeheim schon Ausschau nach seinem Nachfolger. Seit zwei Jahren wurde der 31-Jährige auf seine Aufgaben vorbereitet. Das VIP-Dinner war sein erster offizieller Anlass. «Vieles machen wir schon gut. Besser können wir immer werden», ist sein Motto für die Zukunft.

Tag der offenen Tür: 30. Juni, 11-17 Uhr in der Schreinerei Gemi, Erlenbach, Mariahaldenstrasse 1. Unkostenbeitrag ans Essen zu Gunsten der Martin-Stiftung.

Die Gemi verstärkt ihren Standort

Erlenbach – Generalversammlung der Genossenschaft Möbel und Innenausbau

Zürlchsee-Zeitung rechtes Ufer am 2006-07-27
AutorIn: (e) / Bilder: / S470

Das Geschäftsjahr 2005 der Genossenschaft Möbel und Innenausbau wird als schwaches Jahr verbucht. Jetzt will man die Abläufe optimieren.

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Zur zweiten Generalversammlung seiner Amtszeit konnte der Präsident der Genossenschaft Möbel und Innenausbau Erlenbach (Gemi), Roman Cordes, verhältnismässig wenige Genossenschafterinnen und Genossenschafter willkommen heissen. Einfühlend würdigte er noch einmal den im letzten Jahr verstorbenen ehemaligen Mitarbeiter Röbi Müller aus Meilen. Der Verstorbene war über 40 Jahre lang in der Gemi tätig gewesen, viele Jahre als Geschäftsführer-Stellvertreter. Der Betrieb hat dem engagierten und bescheidenen Röbi Müller viel zu verdanken. Er wird allen in bester Erinnerung bleiben.

Das Gemi-Team wurde im vergangenen Jahr wieder um zwei Mitarbeiter aufgestockt. Geschäftsführer Erich Fuchs konnte sein 25-Jahr-Firmenjubiläum feiern. Der Präsident bedankte sich für seinen grossen und vorbildlichen Einsatz. Fuchs hat die Gemi entscheidend geprägt und für die Zukunft eine solide Basis geschaffen.

Investieren in die Liegenschaft

Das Geschäftsjahr 2005 muss als eher schwaches Jahr verbucht werden. Umsatz und Ertrag lagen tiefer als im Vorjahr. Speziell die grossen Aufträge können kaum mehr kostendeckend abgerechnet werden. Präsident Cordes forderte eine verbesserte Ertragslage, insbesondere in Bezug auf die grossen Investition in die Gemi-Liegenschaft im laufenden Jahr. Mit der Sanierung und der besseren Erschliessung des rückwärtigen Gebäudes will sich die Genossenschaft Möbel und Innenausbau mit ihren Produkten besser darstellen. In der geplanten Ausstellung soll der Kunde umfassender betreut werden können. Der Kunde habe einen Anspruch auf eine kompetente Beratung, eine umfassende Planung und schliesslich eine termingerechte Ausführung mit einwandfreien und qualitativ hochstehenden Produkten. Mit diesen Worten schloss der Präsident seinen Bericht.

«Wir bestimmen den Erfolg»

Geschäftsführer Erich Fuchs rekapitulierte noch einmal das Geschäftsjahr 2005. In seinem Bericht äusserte er sich auch selbstkritisch. Verschiedene Abläufe können und müssen in der Gemi optimiert und verbessert werden. «Wir bestimmen den Erfolg oder Misserfolg unserer Unternehmung, nicht die allgemeine Wirtschaftslage» — dieser in der Jubiläumsschrift 1995 formulierte Satz habe nach wie vor Gültigkeit, meinte der Geschäftsführer.

Der Start im laufenden Jahr ist wesentlich besser verlaufen. Das Jahr 2006 wird geprägt von den grossen Umbauarbeiten am rückwärtigen Gebäude an der Mariahaldenstrasse 1. Die weiteren Traktanden waren schnell abgehandelt und gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Mit einem vorzüglichen Essen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Trotte Herrliberg von Fredy Bannwart und seinem Team anschliessend verköstigt. (e)

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